Kindergartenkonzeption

Unser Grundverständnis

Kinder sind Geschenke Gottes, für die Erwachsene eine besondere Verantwortung haben.

Mit dem Evangelischen Kindergarten Panoramastraße übernimmt die Kirchengemeinde Bissingen/Enz einen Teil dieser Verantwortung.

Die Arbeit in der Einrichtung dient dazu, Familien in ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag zu unterstützen. Ziel ist es, die Kinder so zu begleiten, dass sie sich ihrer selbst bewusst und damit fähig werden, eigenverantwortlich zu leben und zu handeln. Dazu gehört auch, dass sie sich in das Miteinander der Gruppe eingebunden wissen und andere in ihrer Unterschiedlichkeit respektieren und annehmen können, ein Prozess, in dem sich Gemeinschaftsfähigkeit und soziale Verantwortung entwickeln.

Außerdem haben Kinder ein Recht auf religiöse Erziehung. Sie fragen nach Gott und den großen Zusammenhängen in der Welt. Dies nehmen wir in unserer Einrichtung ernst und versuchen auf der Grundlage des evangelischen Glaubens mit den Kindern Antworten auf ihre Fragen zu finden.

Inhaltlich gestaltet sich die Arbeit gemäß dem „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten“. Dieser legt Wert auf eine ganzheitliche Wahrnehmung der Kinder. Um Kinder ganzheitlich zu fördern, gliedert sich der Erziehungsauftrag in verschiedene „Bildungs- und Entwicklungsfelder.“ Es sind die sechs Felder "Körper", "Sinne", "Sprache", "Denken", "Gefühl und Mitgefühl" und "Sinn, Werte und Religion", die unsere Kindergartenarbeit leiten.

Die Kinder gehören zu einer festen Bezugsgruppe,  darüber hinaus gibt es gruppenübergreifende Angebote in z.T. altersgemäßer Zusammensetzung oder nach den Interessen der Kinder.

Körper - das Haus, in dem ich lebe

Während ihrer Kindergartenzeit entwickeln die Kinder ein positives und experimentierfreudiges Verhältnis zu ihrem Körper, indem sie ihren Körper und seine Bedürfnisse wahrnehmen.

Körpererfahrungen machen und reflektieren sie durch

  • Selbstporträts
  • Rollenspiele
  • Finger- und Tastspiele
  • Bewegungsspiele und Tanz
  • Wald- und Wiesentage
  • Basteln und Handwerken
  • Musikalische Früherziehung

Meine Sinne - die Türen nach außen + innen

Kinder nehmen sich und ihre Umwelt über ihre Sinne wahr. Sie tun dies zunächst intuitiv und lernen im Laufe ihrer Entwicklung, diese zu begreifen und in Worte zu fassen.

Sinneserfahrungen machen und reflektieren sie durch

  • Beobachten der eigenen Sinne Experimente und Spiele
  • Beobachten der Natur im Garten oder bei den Waldwiesentagen
  • Erspüren verschiedener Materien (Matschen) und Formen
  • Musikalische Früherziehung
  • Künstlerisches Gestalten
  • Gemeinsames Spielen
  • Phantasiereisen
  • Feste im Jahreskreis
  • Ausflüge

Meine Sprache - das Fenster, das die Welt eröffnet

Die Fähigkeit zu sprechen gehört existenziell zum Wesen des Menschen. Sie ermöglicht die gegenseitige Kommunikation, und als Menschen sind wir auf Gemeinschaft und Kommunikation angewiesen. Allerdings muss die Sprache auch erlernt werden. Sprechen lernen wir, indem wir miteinander sprechen und uns gegenseitig wertschätzend und anerkennend wahrnehmen.

Spracherfahrungen und gegenseitige Wertschätzung werden gefördert durch

  • Persönliche Begrüßung
  • Lob und Anerkennung der einzelnen Kinder
  • Fantasiereise
  • Lieder und Reime
  • Gespräche im Stuhlkreis oder Kleingruppen
  • Gespräche mit einzelnen Kindern
  • Vorlesen von Geschichten und Bilderbüchern
  • Erzählen
  • Gezielte Sprachförderung

Mein Denken - die Architektur des Hauses begreifen

Kinder denken in Bildern und drücken daher ihre Gedanken über Bilder aus. Sie haben ihre eigenen Erklärungsmuster und erfassen schon manche mathematischen Zusammenhänge.

Ihre Fähigkeit zu denken wird gefördert durch

  • Themenbezogene Gespräche im Stuhlkreis, in der Kleingruppe oder mit der Erzieherin
  • Gemeinsames Philosophieren und Theologisieren über Geschichten, Bilderbücher oder aktuelle Ereignisse
  • Beobachten und Reflektieren der Veränderung der Natur
  • Erlernen von Regeln und dem Umgang damit
  • Gesellschafts- und Fingerspiele, damit wird auch das mathematische Denken angeregt
  • Gemeinsame Überlegung zur Raumgestaltung und deren Umsetzung
  • Museumsbesuche und Betriebserkundungen
  • Kreative Angebote

Mein Gefühl und Mitgefühl - meine Räume der Begegnung

Zu jedem Menschen gehören seine Emotionen. Der angemessene Umgang mit diesen muss gelernt sein. Im Kindergarten dürfen die Kinder ihre Gefühle zeigen und lernen so Mitgefühl zu entwickeln.

Die Kinder werden im Umgang mit ihren Emotionen gefördert durch

  • Gespräche über ihre Empfindungen
  • Rollenspiele
  • Beobachtung und Experimente in der Gestik und Mimik
  • Bilderbücher
  • Klärung von Konflikten im Einzelfall und in der Gruppe

Sinn, Werte und Religion - das Fundament, das trägt

Kinder nehmen die Welt wahr und haben ihre Fragen zum Sinn und Wert dessen, was sie erleben. Sie fragen auch nach Gott. Durch den Umgang mit diesen Fragen bauen Kinder ihre Grundhaltung zu sich selbst, zu anderen und zu Gott auf.

Gefördert wird dieser Prozess durch

 

  • Einen wertschätzenden Umgang miteinander
  • Annehmen der Anderen in ihrer Unterschiedlichkeit
  • Achtung vor der Würde jedes Lebewesens
  • Gespräche über Ereignisse in der Welt und die Frage nach Gottes Willen
  • Gespräche über die eigene Religion und über andere Religionen
  • Biblische Geschichten
  • Religiöse Lieder, Gebete und Rituale
  • Religiöse Feste
  • Gottesdienste

Kooperationen - die Stufen des Hauses mit anderen besteigen

Kooperation mit den Eltern

Ein regelmäßiger, offener und ehrlicher Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen ist Voraussetzung für eine gelingende Kooperation. Eltern sind an erster Stelle die Experten für ihre Kinder. Nur gemeinsam mit ihnen kann die Arbeit zum Wohl der Kinder geleistet werden.

Im Kindergarten werden die Kinder regelmäßig beobachtet. In einem jährlichen Elterngespräch dienen die dokumentierten Beobachtungen zum Austausch über die Entwicklung ihrer Kinder. Nach Bedarf sind aber auch während des Jahres jederzeit Gespräche möglich.

Informationen über die Arbeit im Kindergarten erhalten Eltern an den Elternabenden oder durch Rundschreiben bzw. Aushänge. Außerdem besteht für Sie nach Absprache mit der Leiterin die Möglichkeit zur Hospitation im Kindergarten.

Durch gemeinsame Feste begegnen sich die Familien und Erzieherinnen im Kindergarten.

Kooperation mit der Schule

Regelmäßig kommt die Kooperationslehrerinnen der Waldschule in den Kindergarten. Aus der Beobachtung und der Beschäftigung heraus können die Kinder gezielt gefördert werden. In Gesprächen zwischen der Lehrerin, den Erzieherinnen und Eltern wird der Förderbedarf abgestimmt.

Kooperation mit der Musikschule

In Kooperation mit der Jugendmusikschule bieten wir musikalische Früherziehung ab 4 Jahren an.

Weitere Kooperationen