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Gute Gedanken

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Ende gut, alles gut!" Man merkt, wie in diesem Sprichwort die Erleichterung, Versöhnlichkeit und Zufriedenheit aufatmet, dass schlussendlich alles an ein gutes Ende gekommen ist.

Die Bibel denkt das Ende nicht ohne den Anfang: Gott ist der Schöpfer und auch der Vollender. Aus Treue zu dem, was er geschaffen hat, bleibt er ihm in liebender Zuwendung verbunden. Gott spricht: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht" (Josua 1,5).

Dieses Bibelwort berührt unser Innerstes. Gerade dann, wenn man die Welt und sich selbst kennt. Wie sollte man sich das verdienen können? Dieses unbedingte und voraussetzungslos zugesprochene „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht" ist ein Geschenk für das ganze Leben. Es steht am Anfang eines Menschenlebens durch die Schöpfungstat Gottes, findet seine persönliche Zueignung in der Taufe und kommt zur Vollendung in Gottes Ewigkeit.

Heute wollen sich seine Kraft, sein Trost und seine Hoffnung entfalten. Als Gottes Nähe und Beistand will diese Zusage von uns gehört, bedacht und aufgenommen werden. Wenn wir all das Gute auf uns wirken lassen, bestimmt es die Gegenwart, die Zukunft und auch das Ende.

Wie wichtig dieser Zusammenhang ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass eins in das andere greift:

„Achte auf deine Gedanken,

denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte,

denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,

denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,

denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,

denn er wird dein Leben prägen."

Die Quelle, aus der wir gute Gedanken über uns, unsere Mitmenschen und diese Welt schöpfen können, ist der Glaube an Gott. Aus dieser Quelle will fließen, was dann nicht nur in ein gutes Ende mündet, sondern jeden Tag zur Entfaltung kommt. Die Gedanken wollen ein guter Antrieb für unser Handeln und das ganze Leben sein. Richten wir sie auf Gott aus!

So wünsche ich Ihnen gute Gedanken!

 

Thomas Reusch-Frey